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Schulen

Am Anfang jeder Entwicklung steht die Erziehung und Schulung der Menschen. In Kambodscha ist der Schulbesuch zwar obligatorisch und kostenlos, doch die ungenügend bezahlten Lehrer erwarten von den Schülern einen Zustupf an ihren Lohn. Wenn ein Kind nicht jede Woche Geld mitbringt, wird es im Unterricht nicht berücksichtigt. Arme Familien können sich solche "Schulgelder" nicht leisten. So kommt es, dass viele Kinder nicht zur Schule gehen und sich stattdessen auf der Strasse herumtreiben oder die Zeit vor einem Fernseher verbringen, der den ganzen Tag lang nur Schnulzen oder Karatefilme zeigt. Noch schlimmer ist es, wenn Eltern ihre minderjährigen Kinder an eine Arbeitsstelle schicken.

Um diesen Kindern trotzdem etwas Bildung zu vermitteln, hat HOPE FOR ALL kostenlose Schulen für Kinder im Vorschulalter betrieben. Die Kleinen lernten dort mit Begeisterung die Grundbegriffe des Lesens, Schreibens und Rechnens sowie soziales Verhalten, Zähneputzen und andere nützliche Dinge.

Kindergarten
Ein kleiner Kindergarten liegt unmittelbar
neben der Clinic
Schularzt
Der Arzt der Clinic ist zugleich Schularzt
 

Die Kleinen sind eifrig bei der Sache
 

Nach zwei Jahren Schulzeit können die
meisten lesen, schreiben und rechnen

In einer unserer Schulen werden die Kinder
verpflegt

Nach dem Mittagessen ist eine halbe
Stunde Ruhezeit angesagt

 

Ein erster Kindergarten stand neben der Clinic auf einem fremden Grundstück. Der Eigentümer hatte Freude am Schulbetrieb, doch im Sommer 2008 wechselte das Land den Besitzer. Um seine Baupläne realisieren zu können, liess der neue Eigentümer das hölzerne Schulgebäude über Nacht kurzerhand abreissen. HOPE FOR ALL war machtlos und musste den Kindergarten aufheben.

Im Jahr 2000 baute HOPE FOR ALL in einem Armenviertel von Phnom Penh ein grosses Mehrzweckgebäude. Es bot Platz für eine Tagesschule, wo 80 Schüler nicht nur das Lesen, Schreiben, Rechnen und andere nützliche Dinge erlernten, sondern auch verpflegt wurden.

Im Jahr 2008 wurde das Gebäude und der Schulbetrieb an das einheimische Hilfswerk „Hagar Cambodia“ übertragen.

Das „Schul-Sponsoring“- Programm von HOPE FOR ALL

Pastor Meas Thavy, unser Betreuer vor Ort in den Slums von Phnom Penh, trifft immer wieder auf Kinder, die nicht zur Schule gehen. Nicht selten sind es Waisenkinder, die bei einer betagten Grossmutter oder bei Nachbarn wohnen oder Sprösslinge aus bedürftigen Familien, die sich kein Geld für die Lehrer leisten können. In solchen Fällen übernimmt HOPE FOR ALL die Kosten für Schule, Schulmaterial und die Schuluniform. Meas Thavy besucht die Kinder jeden Monat an ihrem Wohnort. Anhand von Zeugnissen und mit kleinen Tests wird kontrolliert, ob das Kind tatsächlich zur Schule geht. Nur wenn dies der Fall ist, wird die Unterstützung ausbezahlt. Andernfalls werden die Zahlungen sofort eingestellt. Je nach Schulstufe erhalten die Kinder monatlich zwischen 20 und 40 US-Dollars.

Frau Lena Thürig auf Besuch
Frau Lena Thürig auf Besuch bei einer bedürftigen Familie, deren Kinder dank Zuwendungen
von HOPE FOR ALL zur Schule gehen können. Übersetzer ist Clinicarzt Dr. Sovuthy.

 

Das „Schul-Sponsoring“- Programm begann im Jahr 2007 mit der Unterstützung von 50 Kindern und wurde laufend erweitert. Seit 2014 sind 80 Kinder eingeschlossen.

Wenn die gesponserten Jugendlichen die obligatorische Schulzeit beendet haben, werden sie nach Möglichkeit beim Eintritt in das Berufsleben weiter unterstützt. HOPE FOR ALL übernimmt „Lehrgelder“, entrichtet Stipendien und bezahlt die Schulgebühren für Absolventen der renommierten „Don Bosco Technical School“.

Das Arbeitspensum vom Meas Thavy wird immer umfangreicher. Ab Januar 2016 haben wir ihm einen Assistenten und Stellvertreter zur Seite gestellt. Das Salär dieses Teilzeit-Mitarbeiters wird von einem hiesigen Rotary Club übernommen.

 

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